michael endlicher / linguistic turns
10.11.-10.12.2004, vernissage 10.11.2004, 19.00, einführende worte Christian Reder, Professor für Kunst- und Wissenstransfer, Universität für angewandte Kunst Wien
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über die ausstellung
Der Begriff
linguistic turn bezeichnet eine Wende im geisteswissenschaftlichen Denken.
Wirklichkeit wird nicht mehr als unverrückbare Voraussetzung, sondern als durch Sprache konstruiert angesehen. Linguistic turns, der Titel dieser Ausstellung, zielt auf einen oftmals unwirklichen Ausschnitt dieser Wirklichkeit, auf die Kunst. Sie wird in diesem Fall durch verbildlichte Sprache konstruiert. Endlicher vollzieht seine sprachliche(n) Wende(n) durch den kompromisslosen Einsatz von Text an Stelle von herkömmlichem Bildmaterial. Sprachkritische Tafelbilder (Kritikbilder), zeitgenössische Andachtsbilder (Votivbilder), kabbalistische Nummerntafeln (Dramenbleche), bekennende Spiegelobjekte (Moralspiegel): Text wird in Form von kunstkritischen Zitaten, als 4-letter-word, in Beziehung zu numerischen Buchstabenwerten und als Gelöbnisformel verwendet; er wird gemalt, ausgestanzt, geprägt und geätzt. Diesmal hat nicht das Bild, sondern das Wort das letzte Wort.
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michael endlicher
Wiener, geboren 1960,
Studium der Betriebswirtschaftslehre (mag.rer.soc.oec), Texter und Konzeptionist,
verheiratet, zwei Söhne, eine Schwester. Lebt als bildender Künstler in Wien
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ausstellungen (auszug)
2004 Zu Gast in Salzburg, Galerie Lukas Feichtner (Beteiligung); I.P. (Installation mit Bruno Liberda), Galerie tonART; Neue Kritik- und Votivbilder, Galerie im Haus Agitas
2003 Kritik!Bilder, Galerie Kloster UND; Zu Gast in Salzburg, Galerie Feichtner Mizrahi (Beteiligung)
2002 Entscheidungsräume, SOHO in Ottakring; Bilder – beim Wort genommen, Kunstraum Dr. David
2000 Bilder, an die Sie wieder glauben können, Projektraum WUK