franz stefan kohl, birgit frank, thierry robert /
liberte, egalite, frabirthie
11.12.2004-24.12.2004 + 04.01.2005-11.01.2005,
vernissage 11.12.2004, 16.00
franz stefan kohl - birgit frank - thierry robert
franz stefan kohl
geboren 1959 in Tulln, langjäriger Partner im renommierten Audiocenter, Dj, Radiomacher und Gründer der
galerie tonART music & fine arts, ist selbst seit 2001 malerisch tätig. Er präsentiert im Rahmen dieser Ausstellung seine Lichtbilder. Die Arbeiten entstanden als Entwürfe für die Beratungsräumlichkeiten der Bestattung Wien. Es ging ihm darum die Möglichkeit zu erforschen, wie man Transzendenz als Hinwendung zum Licht bildhaft umsetzen kann. Es sind also malerische Interpretationen vom Übergang in eine andere Dimension. Die Bilder sollen dem Betrachter eine gewisse Blickrichtung geben, die Orientierung am bzw. des verlaufenden Lichts ist nicht nur ein vordergründiges Gestaltungselement, sondern dieser Maleffekt wirkt positiv auf das unbewusste Empfinden des Betrachters. Man wird erhoben, bekommt als Ahnung einen Eindruck davon, was etwa die Heiligen in El Grecos Bildern vielleicht gesehen haben, wenn sich ihre visionär erhobenen Blicke exstatisch dem Unendlichen zuwendeten. Diese Bilder Franz stefan Kohls zeigen den sinnlichen Übergang in das Übersinnliche.
birgit frank
1965 in Tirol geboren, studierte zuerst Sprachen und Literatur in München, wechselte dann zum Tanz am Bruckner Konservatorium Linz, ehe sie sich nach 3-jährigem Auslandsaufenthalt ganz der Malerei verschrieben hat. Seit 1998 zeigt sie ihre Werke in Ausstellungen. In ihren Arbeiten setzt sie sich vor allem mit den Themen Frausein, Liebe und Beziehung auseinander, entweder in symbolträchtigen Reakituationen oder, um unbewusst antreibende Momente heraus zu arbeiten, in Traumbildern. Es gelingt ihr durch die gewählten Farbkompositionen sehr gut, jene gefühlte in entscheidenden Situationen zum Ausdruck zu bringen, die uns alle stark beeinflussen. Ihre Frauentypen sind selbstsicher und sich ihrer Wirkung auf Männer durchaus bewusst, obwohl und gerade weil ihre Schönheit jenseits von plakativen Werbestereotypien anzusiedeln ist. Männer kommen in Birgit Franks Bildern auch vor, oft nur als Fische, die von den Frauen zwar leicht verschlungen werden, aber bekanntlich kann Frau sich von einem verdorbenen Fisch viele Beschwerden holen. Birgit Frank möchte, dass man ihre Bilder auf der Gefühlsebene wirken lässt, und man/frau sollte beim Betrachten auch über ernste Themen den Humor nicht vergessen.
thierry robert
Geboren 1953 in Paris, studierte Malerei an der École des Beaux Arts in Troyes. ab 1973 in Wien Creativ und Art Direktor, seit 1983 lebt er als freischaffende Künstler in Wien. Er realisierte ab 1989 Videoprojekte und zeigt seine Arbeiten seit 1996 regelmäßig in Ausstellungen. Sein künstlerisches Schaffen reicht vom klassischen Comic über Stift- und Tuschezeichnungen bis zu großformatigen Bildern in Acryl und Öl. Er lässt sich mit seinen vielfältigen Arbeiten nicht in ein bestimmtes Schema pressen, denn seine Kreativität führt ihm einfach die Hand und er Realisiert nur, was aus ihr kommt. Seine kleinen Zeichnungen entstehen als Zyklen von manchmal über hundert Einzelwerken, die er jetzt praktisch in CD-Boxen rahmt. So können einfach einige Einzelbilder zu kurzen Geschichten zusammengestellt werden. Thematisch reflektiert er das urbane Leben um ihn herum, seine Liebe gilt den Gesichtern. In ihnen spiegelt sich der Charakter eines Menschen, es kommt das zum Ausdruck, was er wirklich ist. Aber Thierry Robert ist nicht einfach Karikaturist, sondern er stellt seine Suche nach den wesentlichen Momenten im Gesicht eines Anderen meist in einen umfassenden Kontext, der gesellschaftskritisch und auch politisch ist, jedoch oft im scheinbar naiven Gewand von Fabelwesen und ihren putzigen Geschichten daher kommt.